Das Ei

Wissenswertes rund um das Hühnerei

Das Ei könnte man als kleine Mini-Konserve bezeichnen. Seine 0,5 Millimeter dicke Schale und die Eihaut machen es robust und lange haltbar. Zudem ist es sehr gesund und Lieferant für viele Proteine und Vitamine. Wir haben Ihnen hier Wissenswertes, Zahlen und Fakten rund um das Ei zusammengetragen.

 

Ab der 20. Lebenswoche können Hennen Eier legen.

Eine Henne besitzt nur einen Eierstock und einen Eileiter. Fast alle 24 Stunden hat sie einen Eisprung. Die gelben Dotterkugeln reifen dabei im Eierstock heran. In diesen Dotterkugeln schwimmt die kleine Eizelle. Die größte und reifste Dotterkugel macht sich dann auf den Weg durch den Eierstock. Dabei ist es unbedeutend ob die Eizelle befruchtet wurde oder nicht. Während der Wanderung der Dotterkugel durch den Legeapparat wird sie mit Eiklar einghüllt. Aus kleinen Drüsen an den Wänden wird es dabei abgegeben. Um die vielen Schichten aufzutragen dreht sich das Ganze während des Transports. Vorne und hinten entstehen die sogenannten Hagelschnüre die dafür dienen, die Dotterkugel mittig im Ei zu positionieren. Anschließend wird alle mit einer Schalenhaut umhüllt. Am Ende wird in einem 20 stündigem Vorgang aus Drüsen die Kalkschale außen aufgespritzt.

Bezeichnung Größe Gewicht
S klein unter 53 Gramm
M mittel 53 bis 63 Gramm
L groß 63 bis 73 Gramm
XL sehr groß 73 Gramm und darüber
  • Ein Huhn legt ca. 293 Eier im Jahr, das ist nicht unbedingt täglich. Es kommt vor, dass eine Henne ein paar Tage keine Eier legt und dann wieder 10 Tage hintereinander.
  • Ab der 20. Lebenswoche kann die Henne Eier legen
  • Die volle Legeleistung erreicht die Henne ab der 32. Lebenswoche.
  • Von der kompletten Enstehung bis zum Legen dauert es 23 Stunden.
  • Der Durschnittsdeutsche vertilgt 235 Eier im Jahr, das entspricht ca. 14,6 Kilogramm.
  • 2/3 der in Deutschland verkauften Eier stammen auch aus Deutschland. Die restlichen werden aus EU-Ländern importiert.
  • 2016 lag der insgesamte Verbrauch in Deutschland bei 19,3 Milliarden Eiern  inklusive der Anteile für die Nahrungsmittelindustrie.
Eier müssen in EU-Mitgliedsstaaten gekennzeichnet werden. Die erste Ziffer steht für 0 = ökologische Haltung 1 = Freilandhaltung 2 = Bodenhaltung 3 = Kleingruppenhaltung (ausgestaltete Käfige) Die Buchstaben stehen für das Herkunftsland z. B. „DE“ für Deutschland. Dann folgt die Kennung für die Bundesländer:
01 = Schleswig-Holstein 09 = Bayern
02 = Hamburg 10 = Saarland
03 = Niedersachsen 11 = Berlin
04 = Bremen 12 = Brandenburg
05 = Nordrhein-Westfalen 13 = Mecklenburg-Vorpommern
06 = Hessen 14 = Sachsen
07 = Rheinland-Pfalz 15 = Sachsen-Anhalt
08 = Baden-Württemberg 16 = Thüringen
Bei den deutschen Eiern stehen die restlichen Zahlen für dan Legebetrieb

Je nach Qualität werden die Eier nach Güteklassen unterteilt. Dabei kommt es auf den Zustand der Schale und Kutikular, des Eiklars, der Luftkammer, des Dotters, des Keims sowie auf den Geruch des Eies an.

  • Klasse A bedeutet „frisch“:
    Diese Eier werden nicht gewaschen oder gereinigt, sie werden nicht haltbar gemacht oder gekühlt und sind für private Haushalte bestimmt (Konsumeier)
  • Klasse B oder „Eier zweiter Qualität oder deklassiert“
    Diese Eier sind für Nahrungsmittelindustrieunternehmen und Unternehmen der Nicht-Nahrungsmittelindustrie bestimmt.

Nach dem Legen werden die Eier von einem Transportband in eine Maschine transportiert, in der Mitarbeiter im hellen Gegenlicht prüfen, ob das Ei rundum unbeschädigt ist. Danach bekommt es einen Stempel aus dem ersichtlich ist woher das Ei stammt. Nach diesem Vorgang werden die Eier nach Gewichtsklassen sortiert.

Der Geflügelhof Steffens hält seine Hühner ausschließlich in Freiland und Bodenhaltung

Freilandhaltung bei Steffens:

In unserer Freilandhaltung haben die Legehennen neben dem Stall, der den Anforderungen an die Bodenhaltung entspricht, tagsüber uneingeschränkt Zugang zu einer Auslaufwiese, die unter anderem auch mit Obstbäumen bewachsen ist.

Die Freilandhaltung trägt die Ziffer 1 im Erzeugercode auf dem Ei.

Bodenhaltung bei Steffens:

Die Legehennen leben in einem geschlossenen Stall. Sie können sich dort frei bewegen. Der Stall ist auf Ebenen angeordnet, die aus Sitzstangen und höher gelegenen Laufflächen bestehen. Auf einem Quadratmeter nutzbarer Stallfläche darf der Tierbestand maximal 9 Hennen betragen. Bei der Anordnung der Haltungseinrichtungen auf mehreren Ebenen dürfen es maximal 18 Hennen pro Quadratmeter Stallgrundfläche sein. Insgesamt ist die Legehennenzahl in einer Gruppe auf höchstens 6.000 Legehennen begrenzt. Unsere Gruppengrößen liegen deutlich darunter. Die Versorgung mit Futter und Wasser erfolgt automatisch. Zur Eiablage können die Hennen Nester aufsuchen und für die Ruhephasen können sie Sitzstangen nutzen. Aus Hygienegründen wird die Einstreu regelmäßig nachgestreut oder ausgewechselt. Zwei Drittel der nutzbaren Stallfläche werden mit Gitterrosten aus Kunststoff, Holz oder Metall ausgelegt, durch die der Tierkot auf Entsorgungsbänder oder in Kotgruben fällt, sodass die Hennen weitgehend von ihren Ausscheidungen getrennt werden

Die Bodenhaltung trägt die Ziffer 2 im Erzeugercode auf dem Ei.

Zusätzlich bieten wir den Hennen regelmäßig Futtermöhren, Picksteine und Luzerneheu an.

 

Eier sollten außerhalb des Kühlschrankes aufbewahrt werden. Erst nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit (28 Tage nach Legedatum) sollten Eier im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Für Roheierspeisen wie z. B. Tiramisu eignen sich besonders frische Eier (3 bis 6 Tage nach dem Legedatum).

Hart gekochte und abgeschreckte Eier sind bis zu 1 Wochen im Kühlschrank haltbar, bei Zimmertemperatur aber nur 2-3 Tage. Ein gepelltes Ei sollten man sofort verspeisen. Wir empfehlen hart gekochte Eier (auch selbst gefärbte) spätestens am dritten Tag nach dem Kochen zu verspeisen.

Tipp:
Wenn sich ein gekochtes Ei sich nicht gut pellen lässt, dann liegt es nicht am Abschrecken mit kaltem Wasser. Das Ei war dann einfach zu frisch. Für gekochte Eier empfehlen wir Eier, die 7-10 Tage alt sind. Sie lassen sich nach dem Kochen und Abschrecken leichter pellen.

Ist der Verzehr von zu vielen Eiern gefährlich – nein, denn das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Das Gegenteil ist der Fall. Eier sind gesund und eine gute Proteinquelle. Sie enthalten Vitamine A, D, E, B12, Folat und Riboflavin sowie Mineralstoffe wie Jod, Eisen, Kalzium, Selen und Zink. Die meisten Menschen können mehrere Eier pro Tag essen ohne das ihr Cholesterinspiegel steigt. Eier sorgen für einer erhöhte Proteinzufuhr, haben 7 Gramm Eiweiß aber nur 85 Kalorien. Zudem verbessert der Verzehr das Gedächtnis, denn das Eigelb enthält die Aminosäure Cholin, welches die der Nervensignale unterstützt.  Das Vitamin Lutein verbessert das Sehvermögen. Es ist im Auge vorhanden und schützt die Netzhaut und reduziert das Risiko vor der Erkrankung des Grauen Star. Das im Ei enthaltene Vitamin D hilft dem Körper Kalzium aufzunehmen. Dies stärkt die Knochen und beugt Osteoporeose vor. Zudem enthalten Eier auch Aminosäuren, die für die Zellbildung zuständig sind. Diese verlangsamen den Alterunsprozess, denn im Alter steigt der Bedarf an Vitamin D. Des Weiteren stärkt der Verzehr von Eiern unser Immunsystem. Studien zeigten, dass 2 Eier pro Tag vor Infektionen, Krankheiten und Viren schützen kann. Ein Ei enthält 22% der täglich empfohlenen Selenmenge, die das Immunsystem unterstützt.

pro 100 Gramm 1 Mittelgroßes (60 Gramm)
Brennwert: 154,0 kcal / 645,0 kJ 92,4 kcal / 387,0 kJ
Eiweiß: 12,9 g 7,7 g
Kohlenhydrate: 0,5 g 0,3 g
davon Zucker: 0,1 g 0,1 g
Fett: 10,5 g 6,3 g
davon gesättigte Fettsäuren: 3,5 g 2,1 g
Salz: 0,30 g 0,18 g
Broteinheiten: 0,0 g 0,0 g
Cholesterin: 396,0 mg 237,6 mg

Vitamine

Vitamin A: 0,27 mg 0,16 mg
Vitamin B1: 100 µg 60 µg
Vitamin B12: 1 µg 0,6 µg
Vitamin B6: 0,12 mg 72 µg
Vitamin D: 2 µg 1,2 µg
Vitamin E: 2 mg 1,2 mg
Vitamin K: 40 µg 24 µg

Mineralien

Chlorid: 180 mg 108 mg
Eisen: 2 mg 1,2 mg
Jod: 10 µg 6 µg
Kalzium: 55 mg 33 mg
Magnesium: 12 mg 7,2 mg
Natrium: 145 mg 87 mg
Phosphor: 205 mg 123 mg
Zink: 6 mg 3,6 mg
  • Eiweiß: 34.8 % der Kalorien
  • Kohlenhydrate: 1.4 % der Kalorien
  • Fett: 63.8 % der Kalorien
Quelle: https://www.wikifit.de

Damit ein hart gekochtes Osterei lange haltbar ist, muss die Eischale intakt sein. Daher besser vor dem kochen ein Ei nicht anpiksen, denn sonst können Keime eindringen.

  • Die bunten Steffens Eier sind mit einer luftdichten Lebensmittelfarbe umhüllt und sind dadurch mindestens 4 Wochen haltbar. Diese Eier müssen nicht gekühlt werden.
  • Selbstgefärbe Eier sollten innerhalb von 3 Tagen gegessen werden.

Angeknackste Eier sollten in den Kühlschrank gelegt und innerhalb weniger Tage verzehrt werden.

Für gefärbte Ostereier eignen sich nicht nur weiße Eier. Braune Eier nehmen die Farbe anders auf, das sorgt für Farbvielfalt.

Zum Ostereierfärben eignen sich auch natürlich Farbstoffe. Für rote Eier nimmt man Rote Bete und rote Zwiebelschalen. Für Gelb- und Brauntöne können schwarzer Tee und Walnussschalen verwendet werden. Grüne Eier werden mit Petersilie oder Spinat gefärbt. Blautöne erhält man durch Rotkohlblätter oder Holundersaft.

Einige bekannte Redewendungen beziehen sich auf das Hühnerei:

  • Eine verblüffend einfache Lösung ist „das Ei des Kolumbus“
  • Dinge, die schwer zu unterscheiden sind, gleichen einander „wie ein Ei dem anderen“.
  • Jemand, der in finanziellen Schwierigkeiten ist, muss „das Ei unter der Henne verkaufen“
  • Etwas sehr Billiges erhält man „für einen Apfel und ein Ei“. Diese beiden Dinge sind landläufig auf Bauernhöfen im Überfluss verfügbar und können ohne Probleme abgegeben werden.
  • Sprichwörtliches Rätsel: „Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei?“
  • „Das Gelbe vom Ei“ sein, etwas Besonderes; häufig in der Verneinung gebraucht
  • „Wie aus dem Ei gepellt“ aussehen bedeutet, sehr ordentlich angezogen sein
  • Etwas oder jemanden „wie ein rohes Ei behandeln“ bedeutet, besonders vorsichtig oder umsichtig mit der Sache oder Person umzugehen
  • Eiern = sich unrund drehen; herumeiern im übertragenen Sinn: unrund argumentieren, sich nicht entscheiden


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Dieser Text basiert auf dem Artikel WIKIPEDIA_Hühnerei aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

In zahlreichen Mythen und Bräuchen taucht das Ei auf, das statt eines Hühnereis das Ei eines anderen Vogels oder Tieres sein kann und oft von keinem Tier stammt, sondern von einem ersten Gott geschaffen wurde. Das Ei verkörpert dabei in vielen Schöpfungsmythen den Ursprung des Lebens, oft als Weltenei, aus dem die Welt in Gestalt eines Allgottes hervorgegangen ist. Nach der finnischen Mythologie, der Kalevala, ist das Universum aus sieben Eiern entstanden, sechs goldenen und einem aus Eisen. Demnach wurde aus den Schalenhälften der Himmel und die Erde, aus dem Eigelb die Sonne, aus dem Eiweiß der Mond und die restlichen Schalenstücke bildeten Sterne und Wolken. Aus dem schwarzen Dotter des Eies aus Eisen wurde eine Gewitterwolke. Auch im Christentum spielt das Ei eine Rolle. Der christliche Brauch, Ostereier zu schenken, geschieht im Glauben an die Auferstehung Christi. Der syrische Kirchenlehrer Ephraem der Syrer schrieb dazu im 4. Jahrhundert: „Gleich einem Ei springt das Grab auf.“ In Deutschland wird der alte Brauch der Eierverzierung zu Ostern besonders bei den Sorben gepflegt. In der Gegend um Bautzen werden kunstvoll Ostereier in sorbischer Tradition gestaltet. Eiern, die an Gründonnerstag oder Karfreitag gelegt worden waren, schrieb man im Mittelalter besondere Kräfte zu. Man ließ sie zunächst weihen und deponierte diese Karfreitagseier dann im Haus, um dieses vor Überschwemmungen oder Feuer zu schützen.

Missgebildete Hühnereier wurden im 19. Jahrhundert auch als Hexeneier oder Hahneneier bezeichnet.

Das Eierorakel ist seit der Antike eine Methode der Wahrsagung, die im europäischen Aberglauben überliefert ist und heute noch in einigen traditionellen asiatischen Kulturen eine Rolle spielt.


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